Handel im Mittelalter

Im Mittelalter waren die Durchschnittbevölkerung alles andere als mobil. Sie lebten auf dem Land oder der Stadt und blieben dort oft ihr ganzes Leben lang. Eine Außnahme bildeten dabei die Händler. Sie zogen hinaus in die weite Welt. Sie befuhren die Handelsstraße Europas mit ihren Karren und verkauften ihre Waren in vielen fremden Städten.

Die Handelstraße waren nicht viel mehr als heutige Feldwege und nicht ungefährlich. Den Wegen lauerten Räuber auf reiche Beute. Trotzdem aller Beschwerlichkeit schafften es die Händler in zwei Wochen von Nürnberg quer durch Europa nach Venedig zu gelangen.

Was die reisenden Händler zum Verkauf anboten, war für die Bevölkerung sehr spannend. Baumwolle aus Afrika, Teppiche aus dem Orient oder fremde Gewürze wie Ingwer und Zimt macht den Handel zu einem publikumswirksamen Schauspiel. Besonders beliebt beim Handel war das Salz, in einigen Städte wurde es sogar mit Gold aufgewogen. Salz machte Lebensmittel wie Fisch und Fleisch in dieser kühlschranklosen Zeit haltbar.

Auch mit Osteuropa wurde gehandelt. So brachten Kaufleute Gewürze, Seide, Stoffe oder Wein in die damalige Handelsmetropole Prag. Auf dem Rückweg nahmen sie Vieh, Metalle und andere Rohstoffe mit zurück in ihre Heimat. Die Händler brachten nicht wirtschaftliche Produkt mit ihn die Heimat, sondern auch die Eindrücke von anderen Kulturen und Sitten und vorallem auch Know-How. Gerade aus dem arabischen Raum brachte der mittelalterliche Handel viele wichtige Erfindung und Erkenntnis zum Beispiel aus der Mathematik oder der Medizin mit. Handel wurde so zu einem Faktor der frühen Globalisierung.
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